23.03.2020
Grenzregelungen verschärft
(DTPA/SvS) OBERWIESENTHAL / BÄRENSTEIN / REITZENHAIN / PRAG: Tschechien verschärft seine Grenzkontrollen weiter und rüstet auf. Pendler durften wenige Grenzen für ihre Arbeitswege benutzen. Dafür reichte eine einfache Bescheinigung des Arbeitgebers aus. Dies wurde jedoch ziemlich oft missbraucht, heißt es von beiden Seiten der Grenze. Tschechen waren nach Deutschland gefahren, um einfach mal einzukaufen. Jetzt müssen sie jedoch ein "Ausweisbuch für grenzüberschreitende Arbeitskräfte" vorlegen. Das Formular kann im Internet heruntergeladen werden, wie das Innenministerium in Prag bekannt gab. Bei eisiger Kälte kam Samstagnacht ein großer Container am Grenzübergang in Oberwiesenthal (Bild) an. Nach einer Intervention des Landrates Frank Vogel wurde dieser Übergang zusätzlich für Pendler eingerichtet. Tschechien stellt sich mit dem Errichten des Containers offenbar auf längere Grenzkontrollen ein. Tschechien kann monatelang die Grenzen dicht machen. Epidemiologe Roman Prymula sagte im tschechischen Fernsehsender "Prima": "Ausländer dürften dann ausreisen, aber nicht wieder einreisen." Nach seiner Einschätzung kann das über Monate so andauern. Die Ausnahmen gelten im Moment noch für grenznahe Berufspendler, die in Sachsen, Bayern und Österreich arbeiten. Hamacek plant auch die Ausnahmen für Grenzpendler einzuschränken, weil es durch die Pendelei Ansteckungen gegeben habe. Eine Entscheidung falle in dieser Woche.
Unterdessen bestätige CDU-Bundestagsabgeordneter Alexander Krauß, dass nach Angaben des tschechischen Coronavirus-Krisenstabes die Grenze mindestens ein halbes Jahr geschlossen bleiben soll. (Bildquelle: extremwetter.tv)
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