31.05.2018
Sorge um Artenvielfalt im Grenzraum
(DTPA/MT) MARIENBERG/SCHWARZENBERG: Zu ihrem alljährlichen Treffen kamen in der vergangenen Woche die erzgebirgischen GRÜNEN mit Grünen aus Tschechien (Partei Strana Zelených) im Haus der Kammbegegnungen in Rübenau zusammen. Erörtert wurden während dieser Zusammenkunft neben den Dauerthemen Kohleausstieg und Luftbelastung vor allem Naturschutzthemen.
Nach dem Bekanntwerden von Bebauungsplänen um Ry˛ovna (Seifen) bei Bo˛i Dar (Gottesgab) im Frühjahr dieses Jahres, sorgen sich die Vertreter beider Parteien vor allem um den Bestand seltener Vogelarten in dieser Region. Noch fungieren die Naturflächen im weitgehend entsiedelten Gebiet als letzte Rückzugsorte für Bekassine und Braunkehlchen, von Wiesenpieper und Birkhuhn.
"Sollten die Pläne zur Wiederbelebung des Ortes Ry˛ovna tatsächlich realisiert werden, bedeutet dies vermutlich auch das Ende dieser geschützten Arten. Es ist alarmierend, dass in der Europäischen Union bereits jede sechste Vogelart vom Aussterben bedroht ist", gibt Ulrike Kahl von den erzgebirgischen GRÜNEN zu bedenken. Deshalb wollen die GRÜNEN die grenzübergreifende Zusammenarbeit auf diesem Gebiet intensivieren. Für August wird eine öffentliche Wanderung im Grenzgebiet geplant.

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