21.05.2020
"Love Scamming"-Fall
(DTPA/MT) ZWICKAU: Über einen Zeitraum von mehreren Wochen wurde ein 40-Jähriger Opfer eines Betruges. Jetzt konnten Polizeibeamte in Zwickau zwei Tatverdächtige stellen. Der 40-Jährige lernte im Internet eine 21-jährige Tschechin kennen und übergab ihr insgesamt fast 25.000 Euro sowie drei Handys, für welche er Verträge abgeschlossen hatte. Die Frau hatte suggeriert, sich das Geld beispielsweise für den Kauf von Medikamenten und eines Autos leihen zu wollen.
Als der Geschädigte am Dienstag (19.05.) einen weiteren Geldbetrag in einer Bankfiliale abholen wollte, wurde eine Bankangestellte misstrauisch und verständigte die Polizei. Vor der Bank stellten Polizeibeamten die 21-jährige Tatverdächtige sowie drei weitere Personen. Einer der Drei – ein 23-jähriger Tscheche – gilt ebenfalls als tatverdächtig. Die beiden Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen.
In Zusammenarbeit zwischen Schutz- und Kriminalpolizei konnte daraufhin über die Hälfte des Geldes aufgefunden und sichergestellt werden. Bei Wohnungsdurchsuchungen fanden die Beamten die drei Handys und stellten diese sicher. Auch ein hochwertiger Pkw wurde sichergestellt.
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19.05.2020
Umfrage: Interreg-Kooperation nach 2021
(DTPA/MT) FREIBERG: Die Euroregion Erzgebirge hat darauf hingewiesen, dass die Umfrage zur Vorbereitung des künftigen Kooperationsprogramms zwischen Sachsen und Tschechien für den Zeitraum 2021-2027 noch bis zum 05.06.2020 online ist. Dabei sollen Informationen zu Bedarfen, Ideen sowie potentiellen Projektträgern geliefert werden.
Jeder, der zu weiterer Zusammenarbeit in der neuen Förderperiode beitragen will, habe die Möglichkeit seine Stimme abzugeben. Das Ausfüllen dauere ca. 10 Minuten.
https://buergerbeteiligung.sachsen.de/portal/sn-cz2020de/beteiligung/aktuelle-themen/1019849 (Bildquelle: KJ-Archiv)
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05.05.2020
Innerdeutsches Stoneman-Erlebnis
(DTPA/MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Es wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, um MTB- und Rennradfans auch 2020 ein besonderes, unvergessliches Abenteuer auf dem Stoneman Miriquidi zu ermöglichen. Ab 8. Mai werden MTB- und voraussichtlich ab 21. Mai die Rennrad-Fans wieder auf dem Stoneman Miriquidi durchstarten können: In diesem Jahr einmalig mit der Stoneman Miriquidi C-Edition als innerdeutsches Bike-Erlebnis. Die für dieses Jahr geschlossene, tschechische Grenze macht die Befahrung der Originalrouten unmöglich. Neu ist auch die digitale Starterkarte "Stoneman now", die ein kontaktloses Einchecken an allen Kontrollpunkten ermöglicht. Das innovative Starterpaket ist ab 5. Mai ab 18 Uhr online buchbar.
Alle Informationen zur Stoneman Miriquidi C-Edition unter: www.stoneman-miriquidi.com/stoneman-miriquidi-2020-c-Edition (Bildquelle: TVE)
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23.03.2020
CORONA-Pandemie
Grenzregelungen verschärft
(DTPA/SvS) OBERWIESENTHAL / BÄRENSTEIN / REITZENHAIN / PRAG: Tschechien verschärft seine Grenzkontrollen weiter und rüstet auf. Pendler durften wenige Grenzen für ihre Arbeitswege benutzen. Dafür reichte eine einfache Bescheinigung des Arbeitgebers aus. Dies wurde jedoch ziemlich oft missbraucht, heißt es von beiden Seiten der Grenze. Tschechen waren nach Deutschland gefahren, um einfach mal einzukaufen. Jetzt müssen sie jedoch ein "Ausweisbuch für grenzüberschreitende Arbeitskräfte" vorlegen. Das Formular kann im Internet heruntergeladen werden, wie das Innenministerium in Prag bekannt gab. Bei eisiger Kälte kam Samstagnacht ein großer Container am Grenzübergang in Oberwiesenthal (Bild) an. Nach einer Intervention des Landrates Frank Vogel wurde dieser Übergang zusätzlich für Pendler eingerichtet. Tschechien stellt sich mit dem Errichten des Containers offenbar auf längere Grenzkontrollen ein. Tschechien kann monatelang die Grenzen dicht machen. Epidemiologe Roman Prymula sagte im tschechischen Fernsehsender "Prima": "Ausländer dürften dann ausreisen, aber nicht wieder einreisen." Nach seiner Einschätzung kann das über Monate so andauern. Die Ausnahmen gelten im Moment noch für grenznahe Berufspendler, die in Sachsen, Bayern und Österreich arbeiten. Hamacek plant auch die Ausnahmen für Grenzpendler einzuschränken, weil es durch die Pendelei Ansteckungen gegeben habe. Eine Entscheidung falle in dieser Woche.
Unterdessen bestätige CDU-Bundestagsabgeordneter Alexander Krauß, dass nach Angaben des tschechischen Coronavirus-Krisenstabes die Grenze mindestens ein halbes Jahr geschlossen bleiben soll. (Bildquelle: extremwetter.tv)
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22.03.2020
Grezüberschreitend bei geschlossener Grenze
(DTPA/SvS) CHOMUTOV / PRAG: Als am 1. Februar in der Galerie Jirkov die Ausstellung "Aus der alten Küche" eröffnet wurde, hat noch niemand mit den weitreichenden Konsequenzen gerechnet, die sich zwischenzeitlich aus der Verbreitung des neuartigen Corona-Virus COVID-19 ergeben haben. So hatte die Ausstellung, die Bestandteil des sächsisch-tschechischen Projektes ENZEDRA ist, auch in den ersten Wochen der Öffnung reges Besucherinteresse. Dazu gehörten auch Schulklassen, die die historischen Exponate besichtigten und viel über traditionelle Rezepte erfuhren.
Die nunmehr eingetretene Situation erfordert auch von allen Projektakteuren beiderseits der tschechisch-sächsischen Grenze, die seit 14.03.2020 vorerst geschlossen ist, ein komplettes Umdenken. Einig ist man sich, dass die Projektarbeit im Rahmen bestehender Möglichkeiten und Vorgaben unvermindert fortgesetzt wird, um nach Normalisierung der Lage ohne große Verzögerungen wieder in den "Normalmodus" der Projektarbeit übergehen zu können.
Dank Telefon und Internet mit den zahlreichen Kommunikationsformen wie E-Mail, Social Media, Skype usw. sei eine umfassende ortsunabhängige Kommunikation der Projektpartner beiderseits der Grenze möglich, berichtet das Projektteam.
Das Projekt ENZEDRA beinhaltet die Sammlung von Informationen über regionale Nutz- und Zierpflanzen einschließlich der Suche nach genetischen Ressourcen und die Anlegung von entsprechenden Musteranbauflächen. Projektbestandteil ist auch die Erstellung eines Verzeichnisses von regionalem Saat- und Pflanzgut und die Sanierung von Brachland mit regionalen Nutz- und Zierpflanzen. Damit gehen auch eine Vertiefung bestehender und das Schaffen neuer grenzüberschreitender Kontakte zwischen tschechischen und sächsischen Partnern einher. Das Projekt ENZEDRA wird durch die Europäische Union und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.
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