13.03.2020
CORONA-Pandemie
Tschechien macht Grenze zu Deutschland dicht
(DTPA/SvS) BÄRENSTEIN / WEIPERT / PRAG: Tschechien macht die Grenzen nach Deutschland dicht! Der tschechische Ministerpräsident verkündet den Ausnahmezustand. Alle Deutschen und Ausländer aus weiteren 14 Mitgliedsstaaten, die keinen festen Wohnsitz in dem EU-Mitgliedstaat haben, dürfen ab Samstag, 0 Uhr, nicht mehr in das Land einreisen. Ministerpräsident Andrej Babis stufte diese Länder als Risikogebiete für eine Ansteckung mit dem Coronavirus ein. Erlaubte Einreisen, also für Deutsche mit Aufenthaltstitel in Tschechien oder Staatsangehörige von Ländern, die nicht zum Risikogebiet gehören, können im Erzgebirge nur noch über den Grenzübergang Reitzenhain und sechs weiteren Stellen entlang der Grenze von Sachsen oder Bayern zu Tschechien abgewickelt werden. Tschechische Pendler dürfen weiterhin nach Deutschland reisen. Unterstützt werden die Kontrollen von der tschechischen Armee.
Kurz nach Bekanntwerden der Grenzschließung kam es Hamsterkäufen in Tschechien. Unzählige deutsche Staatsbürger fuhren u.a. über die Grenze bei Bärenstein nach Weipert.
Benzin, Zigaretten und Lebensmittel sind in Tschechien billiger. Teilweise tanken einige deutsche Staatsbürger an diesem Tag mehrere Kanister voll. An den Tankstellen und der Grenzstraße herrschte Chaos: Stau wohin man schaut. Spätestens am Samstag sollten die Einkaufsläden an der deutsch-tschechischen Grenze aber wie leergefegt sein. (Bildquelle: extremwetter.tv)
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20.02.2020
VMS greift Tourismus unter die Arme
(DTPA/MT) CHEMNITZ/SEHMATAL: Der VMS bestellt auf der Bahnstrecke Cranzahl – Vejprty in diesem Jahr Saisonverkehr. Konkret heißt das: Von 25. April bis 29. September 2020 rollen sonnabends, sonntags und am 1. Mai jeweils sechs Züge. Als Subunternehmer der beauftragten Erzgebirgsbahn fährt die tschechische Länderbahn CZ Usti nad Labem.
In Vejprty ist nicht etwa Schluss: Die Züge der Linie T7 fahren weiter bis Chomutov – bestellt vom tschechischen Bezirk Usti nad Labem. An Wochenenden ist damit eine Zugverbindung zwischen Chemnitz und Chomutov möglich – mit einem Umstieg in Cranzahl.
Mathias Korda, Chef Verkehr/Infrastruktur im VMS: "Die Regionen Chemnitz und Erzgebirge rücken somit näher an Tschechien. Das unterstützt auch die Bewerbung von Chemnitz und der Region als Kulturhauptstadt 2025."
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09.02.2020
Grundkurs "Tschechisch" auf gemeinsamer Mitte
(DTPA/MT) BÄRENSTEIN: Die Gemeinde Bärenstein will die Zusammenarbeit mit ihrer tschechischen Partnerstadt Weipert auf hohem Niveau fortsetzen. 2020 gibt es ein Angebot zum Abbau sprachlicher Barrieren. Die Volkshochschule Erzgebirgskreis bietet ab dem 10. März einen Grundkurs "Tschechisch" im Pavillon der "Gemeinsamen Mitte" (Bild) beider Orte an. Der Kurs ist von Jedermann belegbar. (Bildquelle: KJ-Archiv)
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08.02.2020
Bau an historischer grenzüberschreitender Straße
(DTPA/MT) BAD ELSTER: In Bad Elster ist ab Montag (10.02.) die S 306 "Untere Bärenloher Straße" aufgrund von Straßenbauarbeiten zur Modernisierung gesperrt. Die Maßnahme ist Bestandteil der Erneuerung der grenzüberschreitenden Straßenverbindung zwischen Bad Elster und Hranice.
Es werden rund zwei Kilometer der S 306 bis zum Grenzübergang nach Hranice (CZ) erneuert. Dabei wird die Straße auf sechs Meter verbreitert. Ebenso werden Kurvenbegradigungen durchgeführt und die Höhenlage der Straße angepasst. Hiermit erfolgt die Realisierung des Abschnitts auf sächsischem Gebiet. Die Maßnahmen auf tschechischem Gebiet sind bereits fertiggestellt.
Zunächst werden bauvorbereitende Maßnahmen wie Baumfällungen, Kampfmittelbeseitigung und archäologische Untersuchungen durchgeführt. Im Anschluss beginnen die Hauptbauarbeiten. Neben den eigentlichen Straßenbauarbeiten werden auch verschiedene Versorgungsleitungen neu verlegt. Außerdem werden ein Regenrückhaltebecken und mehrere Stützwände hergestellt.
Die Arbeiten erfolgen unter Vollsperrung der S 306. Die Umleitung über Ebmath bzw. Doubrava (CZ) wird ausgeschildert. Die Vollsperrung wird bis Ende des Jahres aufrechterhalten.
Die Maßnahme mit Baukosten von ca. 5,4 Millionen Euro wird mit Mitteln der Europäischen Union kofinanziert.
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07.02.2020
Tschechien exportiert mehr nach Deutschland
(DTPA/MT) PRAG: Der tschechische Export nach Deutschland wuchs auch 2019 weiter, büßte aber leicht an Dynamik ein. Waren im Wert von 1,45 Billionen Kronen wurden ausführt, 1,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Importe aus Deutschland gingen leicht zurück, Tschechien konnte somit seinen Handelsüberschuss um 24,7 Milliarden Kronen steigern, wie die heute vom Tschechischen Statistikamt veröffentlichten Zahlen zeigen.
"Die Negativ-Szenarien haben sich so nicht bewahrheitet. Der tschechische Handel mit Deutschland wächst das zehnte Jahr in Folge, der wichtige bilaterale Handel mit Straßenfahrzeugen erholt sich, und Tschechien baut sogar seinen Handelsüberschuss aus. Darin zeigt sich doch schon eine gewisse Resistenz gegenüber Verunsicherungen von außen, und davon gab es letztes Jahr mehr als genug", kommentiert DTIHK-Geschäftsführer Bernard Bauer die Zahlen zum Außenhandel, und fügt hinzu: "Für 2020 heißt das, es gibt keinen Grund, Alarm zu schlagen und die Unternehmen noch mehr zu verunsichern."
Deutschland bleibt mit einem Anteil von 29 Prozent der wichtigste Handelspartner Tschechiens. Waren im Rekordwert von 2,45 Billionen Kronen (+0,9 Prozent) wurden zwischen beiden Ländern ausgetauscht. Dazu trug entscheidend eine Belebung des Handels mit Straßenfahrzeugen bei, dem wichtigsten Ausfuhr- und Einfuhrartikel. Gut erging es auch dem Handel mit Büromaschinen, Geräten zur Datenverarbeitung und pharmazeutischen Erzeugnissen.
Ein schwächeres Jahr hat jedoch der Handel mit elektrischen Maschinen, Geräten und Einrichtungen hinter sich, wo sich eine Abschwächung der Importe aus Deutschland spürbar niederschlug.
Insgesamt fuhren die deutschen Unternehmen nach Tschechien Waren im Wert von einer Billion Kronen ein, somit 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr, und beteiligten sich mit einem Viertel an Tschechiens Gesamtimporten.
Da die Exporte schneller wuchsen als die Importe, konnte Tschechien seinen Handelsüberschuss mit Deutschland um 24,7 Milliarden Kronen vergrößern und gehört so zu den wenigen Ländern, die eine positive Handelsbilanz mit der Exportnation Deutschland verzeichnen.
 
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