27.09.2019
Fahndungstag im Grenzgebiet
(DTPA/MT) CHEMNITZ/ZWICKAU: Der Mittwoch (25.09.) stand im grenznahen Raum von Vogtland- und Erzgebirgskreis zur Tschechischen Republik im Fokus von Fahndungskontrollen. Die Polizeidirektionen Zwickau und Chemnitz, unterstützt von sächsischer Bereitschaftspolizei, Bundespolizei und dem Zoll, führten einen sogenannten Fahndungstag durch und hatten dazu insgesamt zehn Kontrollstellen eingerichtet. Diese befanden sich an der BAB 72 im Bereich Großzöbern sowie in den Gemeinden bzw. Städten Eichigt, Bad Brambach, Markneukirchen, Klingenthal, Eibenstock und Breitenbrunn. Insgesamt waren rund 160 Beamte und Beschäftige in diesen Fahndungseinsatz eingebunden. Sie kontrollierten 955 Personen sowie 764 Fahrzeuge und stellten dabei 112 Verstöße fest. Aus den festgestellten Verstößen resultierten insgesamt 107 Verkehrsordnungswidrigkeiten sowie mehrere Anzeigen wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis.
Zudem wurde während der Kontrollmaßnahmen in einem Pkw eine Softairwaffe aufgefunden. Diese stellte einen Verstoß gegen das Waffengesetz dar.
Weiterhin wurden zwei Verfahren wegen dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Ein 33-Jähriger und eine 19-Jährige, die zusammen in einem VW unterwegs waren, hatten eine kristalline Substanz sowie mehrere Pillen bei sich. Dabei könnte es sich um Drogen handeln. Weitere Ermittlungen dazu werden geführt.
Die Kontrollen dienten der Aufrechterhaltung und Verstärkung des Fahndungskontrolldrucks, gilt der vogtländisch-erzgebirgische Grenzraum doch nach wie vor als Transitbereich für die Ein- bzw. Ausführung von Betäubungsmitteln und gestohlenen Kraftfahrzeugen. Aber auch die grenzüberschreitende Kriminalität gilt es weiterhin konsequent zu verfolgen, um deren Zurückdrängung fortführen zu können.
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10.09.2019
Kostenloser Hotspot in Bärenstein
(DTPA/MT) BÄRENSTEIN: Auf dem Gelände der "Gemeinsamen Mitte Bärenstein-Vejprty" gibt es mit dem Hotspot "easy-wERZ"einen kostenlosen Internetzugang. Eingerichtet wurde der von der Gemeinde Bärenstein in Kooperation mit dem Erzgebirgskreis und dem Freistaat Sachsen. Das öffentliche WLAN ist vor allem für Touristen, aber auch für Einwohner gedacht, die sich auf mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablet-PCs z.B. über Sehenswürdigkeiten oder Veranstaltungsangebote in der Region informieren wollen.
Der kostenfreie Zugang ist für eine halbe Stunde möglich, danach erfolgt eine automatische Abmeldung. Bei Bedarf ist ein kostenfreies Einwählen jedoch direkt wieder möglich.

Bild: Pavillon der "Gemeinsamen Mitte Bärenstein-Vejprty" (Quelle: KJ-Archiv)
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28.08.2019
Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung
(DTPA/MT) DRESDEN: Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch und Tschechiens Gesundheitsminister Adam Vojtĕch haben eine "Gemeinsame Erklärung über die Zusammenarbeit im Bereich der grenzüberschreitenden Gesundheitspflege" unterzeichnet. Damit ist der erste Schritt getan, damit tschechische Staatsbürger sich künftig in Sachsen medizinisch behandeln lassen können und die Kosten dafür auch durch Tschechiens Krankenkassen übernommen werden können. Die Erklärung enthält zudem die Möglichkeit, die medizinische Zusammenarbeit im gesamten Grenzgebiet zwischen Tschechien und Sachsen auszuweiten.
"Die grenzüberschreitende medizinische Versorgung ist bislang nur sehr eingeschränkt möglich. Ich bin dankbar, dass wir gemeinsam innerhalb von knapp vier Wochen nach unserem Treffen in Prag bereits heute diese Erklärung unterzeichnen können, um schnell eine Lösung zugunsten der betroffenen Patienten zu finden. Die grenznahen Kliniken im Freistaat Sachsen haben sich schon bereit erklärt, eine Behandlung der tschechischen Patienten durchzuführen. Ich danke dem tschechischen Gesundheitsminister Adam Vojtĕch sowie allen beteiligten Akteuren auf tschechischer und sächsischer Seite für diese zielführende und ergebnisorientierte Zusammenarbeit", so Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch.
"Zu unseren Prioritäten gehört es, den Zugang zur medizinischen Versorgung auch in Gebieten zu verbessern, in denen sie derzeit unzureichend ist und die Menschen ihr hinterherfahren müssen. Dank des heute unterzeichneten Dokuments können Patienten des Schluckenauer Zipfels neben dem Krankenhaus in Rumburk und Varnsdorf, nunmehr auch an der Klinik im grenznahen Sebnitz ärztliche Versorgung im Rahmen der allgemeinen Krankenversicherung erhalten. Ich danke sehr der sächsischen Ministerin und den anderen Beteiligten, für die sehr konstruktive Zusammenarbeit, sagte der Gesundheitsminister Adam Vojtěch.”
Weitere Unterzeichner der Erklärung sind die Vertreter der Krankenkassen in Sachsen, die Krankenhausgesellschaft Sachsen sowie die Kassenärztlichen Vereinigung. Von tschechischer Seite haben zudem der Landbezirk Aussig (Ústecký kraj) sowie die Vertreter der Krankenkassen die Erklärung unterzeichnet. Mit der Erklärung wurde beschlossen eine deutsch-tschechische Kommission zu bilden, die ein Konzept zur praktischen Umsetzung der Vereinbarung erarbeitet.
Hintergrund für die deutsch-tschechische Zusammenarbeit ist die Situation des Krankenhauses in Rumburg (Rumburk) in Tschechien. Durch die mögliche Schließung des Krankenhauses stellt sich die Frage der medizinischen Versorgung von rund 55.000 tschechischen Staatsbürgern im Schluckenauer Zipfel an der Grenze zu Sachsen.
Vor der Vertragsunterzeichnung besuchten die beiden Gesundheitsminister gemeinsam die Asklepios Klinik in Sebnitz, welche direkt in unmittelbarer Nähe zur Staatsgrenze liegt und für die Versorgung von tschechischen Patienten bereits Vorbereitungen getroffen hat. (Bildquelle: KJ-Archiv)
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23.08.2019
Lebensräume für Birkhühner im Erzgebirge sichern
(DTPA/MT) DRESDEN/ERZGEBIRGE: Sachsen hat jetzt ein Artenschutzprogramm für das Birkhuhn. Das Programm ist auf die Sicherung und Wiederherstellung der Lebensräume dieser europaweit vom Aussterben bedrohten und in Deutschland streng geschützten Art gerichtet. Bevorzugte Lebensräume des Birkhuhns sind niedrige, lichte Wälder, Randbereiche von Mooren sowie Kahlflächen und Heidegebiete, in denen gerade Wald heranwächst. Weil es dem Erzgebirgswald durch den sauren Regen der 1980er Jahre schlecht ging, bekam das Birkhuhn einen idealen Lebensraum. Dem Wald geht es wieder besser. Für das Birkhuhn wurde der Platz damit aber eng.
Das Artenschutzprogramm sieht daher unter anderem vor, dass um die heute genutzten Balzplätze herum Lebensräume zur Brut und Aufzucht der Jungen erhalten oder gestaltet werden. Dies wird in fünf bereits bestehenden Vogelschutzgebieten umgesetzt, die auf dem Kamm des Erzgebirges zwischen Altenberg und der Region an der Grenze zwischen dem Westerzgebirge sowie dem Vogtland liegen und die insgesamt mehrere hundert Hektar umfassen. Dort werden für das Birkhuhn entsprechende Lebensräume gesichert. Dazu sind stellenweise deutliche Durchforstungen erforderlich, bis hin zu kleinräumigen Kahlflächen.
Da in Sachsen nur etwa zehn Prozent der Birkhühner des Erzgebirges lebt, sieht das Artenschutzprogramm auch eine enge Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik vor.

10.07.2019
Neuer Aussichtspunkt bei Bo˛í Dar
(DTPA/MT) BOZI DAR (GOTTESGAB): Die Stadt Bo˛í Dar, deutsch: Gottesgab, hat südöstlich der Stadt am roten Wanderweg entlang des Erzgebirgskamms eine neue Aussichtsmöglichkeit geschaffen.
Das acht Meter hohe Gebäude auf einer Höhe von 1099 Metern ähnelt einer hohen Streichholzschachtel. Die silberglänzende Oberfläche soll einerseits den Silberabbau in der Region und andererseits die Sonnenstrahlen widerspiegeln. Die Aussichtsplattform befindet sich 5 Meter über dem Boden. Sie täglich 24 Stunden für Touristen geöffnet. Pilger können ihren Besuch durch das Läuten der installierten Glocke mitteilen. Anschließend dürfen sie ihre Erfahrungen in das Gästebuch eintragen. (Bildquelle: Stadt Bo˛í Dar)
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