15.11.2018
Sachsen und Tschechien kooperieren weiter
(DTPA/MT) DRESDEN: Der Freistaat Sachsen und die Tschechische Republik wollen auch in der neuen Förderperiode von 2021 bis 2027 das Programm zur Unterstützung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit fortsetzen und Mittel der Europäischen Union und nationale Beiträge für die weitere Entwicklung des gemeinsamen Grenzraums einsetzen. Dazu unterzeichneten der Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Dr. Frank Pfeil, und der tschechische Vizeminister für Regionalentwicklung, Zdeněk Semorád, am 14. November in Dresden eine gemeinsame Erklärung.
Die Programmpartner sprachen sich dafür aus, dass es weiterhin ein eigenständiges sächsisch-tschechisches Kooperationsprogramm geben soll. In den letzten Monaten waren Pläne der Europäischen Kommission bekannt geworden, bestehende Programme an den Grenzen zwischen zwei EU-Mitgliedstaaten künftig zusammenzufassen. Sachsen und Tschechien werden sich gegenüber der Kommission dafür einsetzen, dass das bisherige Programmgebiet erhalten bleibt und nicht mit dem bayerisch-tschechischen Gebiet zusammengefasst wird.
Darüber hinaus ist Sachsen bestrebt, das Programmgebiet auf deutscher Seite so wie heute zu erhalten. Nach den im Mai 2018 vorgelegten Verordnungsentwürfen der Kommission könnten nur noch diejenigen Landkreise einbezogen werden, die direkt an der Grenze zu Tschechien liegen. Damit würden Dresden, Chemnitz, der Landkreis Zwickau und die Thüringer Landkreise Greiz und Saale-Orla aus der Gebietskulisse herausfallen. (Bildquelle: KJ-Archiv)
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13.11.2018
Neue deutsch-tschechische Ausstellung
(DTPA/MT) USTI NAD LABEM: Im Museum der tschechischen Stadt Ústí nad Labem wird zwischen dem 14. November und dem 13. Januar eine neue deutsch-tschechische Ausstellung namens "Aufbruch und Protest" vorgestellt. Sechzehn großformatige Ausstellungstafeln vermitteln die Geschichte und Geschichten des Jahres 1968, und zwar in Prag, Berlin, Leipzig und Dresden.
"Prag und die Tschechoslowakei waren durch das Revolutionsjahr 1968 stark betroffen. In Deutschland hat man daneben auch immer Frankreich im Sinn, wenn es um das Thema 1968 geht. Es sollte aber nicht vergessen werden, dass der Prager Frühling und seine Niederschlagung auch für die ostdeutsche Öffentlichkeit prägend war, " erklärt Angelika Ridder, Leiterin des Goethe-Instituts in Tschechien.
Die Ausstellung ‚Aufbruch und Protest‘ entstand unter Zusammenarbeit der Sächsischen Akademie der Künste und des Goethe-Instituts. Sie erinnert an das 50. Jubiläum des Jahres 1968 und beleuchtet den Wunsch nach Veränderung – politisch wie kulturell. Nach dem Vorbild des Prager Frühlings entstand in der DDR ein Aufbegehren für mehr individuelle Freiheit und Mitgestaltung am Sozialismus.
Mit Bild und Wort berichtet die Ausstellung nicht nur über den Einmarsch des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei, sondern zeigt auch die Solidarität der (ost)deutschen Öffentlichkeit und des Untergrunds. Nach dem August 1968 waren Schriftzüge wie "Es lebe Dubček" keine Ausnahme an den ostdeutschen Mauern. Ebenfalls gezeigt wird die Geschichte der Beat-Szene im Dresden der 1960er-Jahre oder auch die Geschichte der aus politischen Gründen im Mai 1968 gesprengten Paulinenkirche in Leipzig.
"Ich freue mich sehr, dass wir in an das Jubiläumsjahr mit der Ausstellung Aufbruch und Protest, die die Ereignisse des Jahres 1968 aus der deutschen Perspektive zeigt, erinnern können. Bewohner unserer Region haben ja mit dem ostdeutschen Regime eine unmittelbare Erfahrung gemacht und nun können sie erfahren, wie die Öffentlichkeit in der DDR die Besatzung der Tschechoslowakei im August 1968 wahrgenommen hat. Und ich finde wunderbar, dass gerade Ústí nad Labem die erste tschechische Stadt ist, in der diese Ausstellung vorgestellt wird," erklärt Petr Koura, Direktor des Collegium Bohemicums.

Bild: Aus der Ausstellung Aufbruch und Protest. Sprengung der gotischen Paulinenkirche in Leipzig, Mai 1968. (Quelle: Ausstellung/Karin Wieckhorst)
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03.11.2018
'Hallo Freund' auf Tschechisch
(DTPA/MT) PLAUEN: Kitas und Schulen, die für ihre Jungen und Mädchen im Frühjahr und Herbst 2019 deutsch-tschechische Sprachanimationen durchführen möchten, können diese ab sofort bei der EUREGIO EGRENSIS in Plauen anmelden.
Gegenstand sind altersgerecht-kurzweilige Sprachstunden, in denen ausgebildete Sprachanimateure (Muttersprachler) erste oder neue Kenntnisse der tschechischen Sprache, Kultur und Landeskunde vermitteln. Das kann mit kuriosen sprachlichen Parallelen wie ruksak (dt. Rucksack) oder čokoláda (dt. Schokolade) beginnen und sich spielerisch über jsem… (dt. ich bin…) oder ‚Hallo Freund, wie geht es dir!?‘ auf Tschechisch fortsetzen.
Die deutsch-tschechische Sprachoffensive der EUREGIO EGRENSIS will mit ihren Sprachanimationen an Kitas und Schulen die Sprachkompetenz der Kinder und Jugendlichen im Grenzraum nachhaltig fördern. Das klappt bereits seit 13 Jahren - bisher auch dank Fördermitteln der Freistaaten Sachsen und Thüringen.
Näheres unter: www.euregioegrensis.de/de/egrensis-sprachoffensive;
Info, Termine, Anmeldung: Tel. 03741 1286461, E-Mail kristin.gerhardt@euregioegrensis.de

27.10.2018
Gastronomie sucht Arbeitskräfte
(DTPA/MT) BÄRENSTEIN/ANNABERG-BUCHHOLZ: Das Gastgewerbe und der Tourismus boomen und zählen zu den wichtigen Wirtschaftsfaktoren im Erzgebirge. Rund 3.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sind allein im Gastgewerbe tätig. Das entspricht in etwa drei Prozent aller Beschäftigten. Aktuell kommt jeder zwölfte Beschäftigte im Gastgewerbe aus Tschechien. Bemerkenswert ist: 2007 gab es noch keinen einzigen tschechischen Beschäftigten in der Region, 2015 waren es schon 56 und 2017 287 tschechische Arbeitnehmer, die in der Küche und im Service arbeiten.
Die Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz lädt am 29. Oktober, von 13 bis 17 Uhr zu einer Jobbörse für das Hotel- und Gaststättengewerbe in das Infozentrum "Gemeinsame-Mitte-Bärenstein-Vejprty" nach Bärenstein ein.
"Wir erwarten zahlreiche Besucher aus dem Erzgebirge und aus Tschechien", sagen die beiden Organisatoren, Frank Uhlig und Michael Schroeter, aus der Agentur für Arbeit Annaberg-Buchholz. "Sie alle können sich auf abwechslungsreiche Tätigkeiten und gute Karrierechancen freuen. Nutzen Sie die Chance und kommen Sie mit Arbeitgebern ins Gespräch. Überzeugen Sie durch eine aussagefähige Bewerbung".
Regionale Arbeitgeber präsentieren sich und warten mit einer Auswahl an freien Jobangeboten auf. Gesucht werden neben Köchen und Kellnern auch Helferstellen in der Küche, im Service und im Housekeeping.
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25.10.2018
Projekttreffen in Pöhla
(DTPA/MT) SCHWARZENBERG: Die Stadt Schwarzenberg führt derzeit ein grenzüberschreitendes Projekt mit der Stadt Abertamy durch. Im Rahmen dessen gab es bisher 21 deutsch-tschechische Treffen. Zuletzt waren der noch bis Ende Oktober amtierende Bürgermeister von Abertamy, Zdeněk Lakatoš, sowie Stadträte und Mitglieder des Bergbauvereines "Freunde der Grube des heiligen Mauritius" aus Abertamy zu Gast im Besucherbergwerk Zinnkammern Pöhla.
Seitens der tschechischen Gäste wurde im Rahmen des Projekttreffens mitgeteilt, dass jetzt die ersten Exponate im neuen Handschuhmuseum Abertamy aufgebaut werden. Anfang Dezember soll das Museum feierlich eröffnet werden. (Bildquelle: Stadt Schwarzenberg)
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