15.01.2018
Grenzüberschreitende Vermisstensuche
(DTPA/MT) OBERWIESENTHAL: Am Sonntag (14.01.), gegen 17:30 Uhr, wurde die Polizei von der Bergwacht Oberwiesenthal über eine vermisste Seniorin (76) informiert, welche einer Reisegruppe angehörte. Diese Reisegruppe war vormittags in Oberwiesenthal angekommen, um zu einer Wanderung in die böhmische Stadt Boží Dar aufzubrechen. Während alle Beteiligten gegen 16 Uhr am vereinbarten Treffpunkt in Boží Dar erschienen, war die 76-Jährige verschwunden. Auch am Ausgangspunkt der Wanderung in Oberwiesenthal war die Frau nicht anzutreffen, weswegen die Reiseleitung die Bergwacht alarmierte.
15 Einsatzkräfte der Oberwiesenthaler Bergwacht, 23 Helfer der Bergwacht Boží Dar, fünf Polizisten der Polizeidirektion Chemnitz, fünf Bundespolizisten, acht Beamte mit einem Fährtensuchhund des tschechischen Polizeistandortes Jáchymov sowie drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Oberwiesenthal beteiligten sich an der Vermisstensuche. Teils wurde unwegsames, verschneites Gelände auf deutscher und tschechischer Seite mit Schneemobilen und Quads abgesucht. Anhaltspunkte zum Verbleib der Seniorin konnte jedoch kein Suchtrupp erlangen.
Gegen 21:45 Uhr wurde das zuständige Polizeirevier in Annaberg-Buchholz vom Regionalverkehr Erzgebirge darüber verständigt, dass gegen 17:45 Uhr eine Frau, auf welche die Beschreibung der Vermissten zutraf, mit einem Bus von Oberwiesenthal bis zum Chemnitzer Hauptbahnhof gefahren sei. Aufgrund der vorliegenden Informationen wurden die Suchmaßnahmen nach der 76-Jährigen zurückgefahren. Kurz nach 23 Uhr erreichte die Einsatzleitung schließlich die Meldung, dass Beamte der Polizeidirektion Zwickau die Frau wohlbehalten an ihrer Wohnanschrift im Landkreis Zwickau angetroffen hatten.
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14.12.2017
Gemeinsame Kontrolle an Grenze
(DTPA/MT) BAD BRAMBACH: In Bad Brambach haben am Mittwoch (13.12.) tschechische und deutsche Polizisten sowie deutsche Zöllner beiderseits der Grenze in den Bereichen Schönberg und Ebmath Kontrollen des Verkehrs jeweils in Richtung Inland durchgeführt. Dabei standen die Fahrtüchtigkeit der Kraftfahrer, Verstöße gegen betäubungsmittel-, sprengstoff-, waffen-, versicherungs- oder zollrechtliche Vorschriften oder die Fahndungskontrolle im Fokus der Kontrolleure.
Innerhalb der vierstündigen Kontrolle wurden insgesamt 26 Fahrzeuge und 53 Personen kontrolliert. Im Endergebnis bleibt ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz festzustellen. Ein deutscher Pkw-Fahrer hatte bei der Einreise aus Tschechien 4 Gramm Crystal bei sich.
Vergleichbare Kontrollen finden seit knapp drei Jahren regelmäßig statt. (Bildquelle: Polizei)
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11.12.2017
Gemeinsamer Weltkulturerbe-Antrag
(DTPA/MT) DRESDEN: Sachsen und Tschechien bewerben sich gemeinsam für das Weltkulturerbe "Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří". Sachsens Innenminister Markus Ulbig (r.) und der Kulturminister der Tschechischen Republik, Daniel Herman, haben am 11. Dezember gemeinsam den grenzübergreifenden Antrag auf Aufnahme in die Welterbeliste unterzeichnet.
Der Antrag setzt sich nun aus 22 Bestandteilen zusammen: 17 auf deutscher und fünf auf tschechischer Seite. Die ausgewählten Bestandteile repräsentieren jetzt in ihrer Gesamtheit die wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus.
Das Antragsdossier umfasst drei Bände von insgesamt 782 Seiten: den eigentlichen Antrag, den Managementplan und einen umfangreichen Kartenband. Nach der Signierung wird es über das Sekretariat der Kultusministerkonferenz, dem Auswärtigen Amt und der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland dem Welterbezentrum der UNESCO zugeleitet. Im Sommer 2018 findet die Evaluierung des Antrages durch ICOMOS International, das Beratungsorgan der UNESCO für die Bewertung von Kulturerbe-Nominierungen, statt. Bis Ende Februar 2019 besteht die Möglichkeit auf Rückfragen durch ICOMOS International zu reagieren und erforderliche zusätzliche Informationen einzureichen. Im Sommer 2019 entscheidet das Welterbekomitee dann auf seiner 43. Sitzung über den Welterbeantrag auf Basis der durch ICOMOS International ausgesprochenen Empfehlung. (Bildquelle: SMI)
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01.12.2017
Landrat Keil bleibt EGRENSIS-Präsident
(DTPA/MT) PLAUEN: Der Landrat des Vogtlandkreises, Rolf Keil ist für die nächsten zwei Jahre als Präsident der EUREGIO EGRENSIS Arbeitsgemeinschaft Sachsen/Thüringen ohne Gegenstimmen wiedergewählt worden. Bei der Sitzung des Präsidiums, die am 27.11.2017 im Landratsamt Plauen stattfand, wurden auch die beiden Stellvertreter Landrat Thomas Fügmann (Saale-Orla-Kreis) und Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (Plauen) in ihren Ämtern bestätigt.
Rolf Keil ist seit 2015 Landrat im Vogtlandkreis (Sachsen) und wurde im Dezember 2015 erstmals als Präsident der EUREGIO EGRENSIS Arbeitsgemeinschaft Sachsen/Thüringen bestimmt. Der Vogtlandkreis pflegt traditionell enge Beziehungen zur benachbarten Tschechischen Republik.
Landrat Keil betont: "Der Zusammenarbeit in der Grenzregion zwischen Behörden, Kommunen und auf Vereinsebene kommt gerade in der heutigen Zeit - wo häufiger EU-feindliche Stimmen vernommen werden - eine besondere Bedeutung zu. Die intensive Kooperation auf lokaler Ebene, wenn sich die Menschen alltäglich begegnen und gemeinsame Projekte stemmen ist ein Zeichen für die gefestigten Beziehungen in der Grenzregion. Außerdem tragen diese Initiativen dazu bei, die positiven Seiten der europäischen Einigung erlebbar zu machen."
Er werde sich dafür einsetzen, dass beim Bürokratieabbau bei der Förderung von grenzüberschreitenden Projekten weitere Fortschritte erzielt werden können.

Bild: (v.l.n.r.): die Präsidiumsmitglieder: LR Thomas Fügmann, OB Ralf Oberdorfer, LR Rolf Keil, Andreas Stark (Beigeordneter des Landrates, Erzgebirgskreis) (Quelle: Steffen Schönicke/EUREGIO EGRENSIS)
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14.11.2017
Filmabend über Sudetendeutsche
(DTPA/MT) BÄRENSTEIN: Die Vertreibung der Sudetendeutschen wird auch 70 Jahre später noch sehr kontrovers diskutiert. "Generation `N` - Deutschböhme", ein deutsch-tschechisches Filmprojekt, zeigt durch unterschiedliche Perspektiven von Zeitzeugen, dass Grundthemen wie Schutz der Minderheiten, Inklusion und demokratische Entwicklung der Gesellschaft gerade heute aktueller denn je sind. Zu sehen gibt es den Dokumentarfilm, der vier Menschen aus dem ehemaligen Sudetenland porträtiert, am 16. November, 18:30 Uhr im Pavillon der Gemeinsamen Mitte in Bärenstein. Zu dem Filmabend laden das Europe Direct Informationszentrum Erzgebirge und die Gemeinsame Mitte Bärenstein-Weipert ein. Durch Interviews und den Besuch der Heimatorte gelang den Filmemachern eine Dokumentation reich an persönlichen Geschichten, die es sich anzuschauen lohnt. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei.
 
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