12.01.2019
Zwischen Fackel, Fisch und Fledermaus
(MT) PLAUEN: Spannende Zeitreisen ins mittelalterliche Leben, Fackelwandern, Wasser-/Fisch- und Fledermaustouren… das ist es, was die Teilnehmer des diesjährigen deutsch-tschechischen Jugendsommerlagers der EUREGIO EGRENSIS erwartet. Heuer geht’s ins Bayerische. Stattfinden wird die gemeinsame Ferienwoche deutscher und tschechischer Mädchen und Jungen vom 5. bis 10. August 2019 in der Jugendherberge Burg Trausnitz im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf.
Insgesamt stehen dreißig Plätze für die jungen Sachsen, Thüringer, Böhmen und Bayern der EUREGIO EGRENSIS zur Verfügung. Anmelden kann man sein Kind ab sofort. Anmeldeunterlagen zum Download: www.euregioegrensis.de/.
Rund um den Schauplatz Burg Trausnitz bietet sich eine ganze Palette an Möglichkeiten, den Alltag im Mittelalter näher nachzuempfinden. So sind die ‚jungen Ritter und Burgfräuleins‘ nicht nur auf Stippvisite durch die Burg eingeladen. Ganz mittelalterlich warten Musik, Tanz und Fackelwandern, aber auch Expeditionen in die Umgebung auf die jungen Entdecker: Eine Fledermaustour und ein Besuch des Oberpfälzer Freilandmuseums bei Nabburg. Wasserratten und Naturfreaks dürfen sich besonders auf eine Tour durch den Wasser-Fisch-Natur-Park Wackelsdorf, einen Abenteuerspielplatz der besonderen Art, freuen.
Damit nach wie vor die Verständigung klappt, wird es erneut die beliebten täglichen deutschtschechischen Sprachanimationen geben. So lässt sich auf spielerische Art der Einstieg ins Vokabular der Nachbarn erleichtern und deren Landeskunde vermitteln.

07.01.2019
Disziplin beim Parken
(DTPA/MT) BOZI DAR (GOTTESGAB): Im tschechischen Grenzort Bo˛í Dar (Gottesgab), der bei Wintersportlern beliebt ist, behindern in diesen Tagen immer wieder falsch geparkte Autos den Winterdienst. Auch die Arbeit des Rettungsdienst wird durch Falschparker erschwert.
Das Infozentrum Bo˛í Dar rät Wintersportlern und sonstigen Touristen, den Parkplatz gegenüber der Tankstelle in Richtung Oberwiesenthal zu nutzen. Die Tagesgebühr beträgt dort 50 Tschechische Kronen beziehungsweise 2 Euro. (Bildquelle: Infozentrum Bo˛í Dar)
Bild zur Nachricht

15.12.2018
3.814 Ausländer arbeiten im Erzgebirgskreis
(DTPA/MT) ANNABERG-BUCHHOLZ: Im Erzgebirgskreis gibt es 2018 mehr ausländische Beschäftigte als im Jahr davor. 3.814 Menschen aus unterschiedliche Herkunftsländern gehen mittlerweile in der Region einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Das sind nahezu 800 Menschen oder 26 Prozent mehr als im Vorjahr.
2.185 Personen und damit 60 Prozent von ihnen kommen aus Tschechien. Das sind rund 550 tschechische Arbeitnehmer mehr als im Vorjahr. Zweitgrößte Gruppe sind mit 170 Beschäftigten die Polen, gefolgt von Rumänen mit 144 und Kroaten mit 100. Nennenswert sind außerdem noch 91 slowakische und 81 ungarische sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Erzgebirgskreis.
Bild zur Nachricht

15.11.2018
Sachsen und Tschechien kooperieren weiter
(DTPA/MT) DRESDEN: Der Freistaat Sachsen und die Tschechische Republik wollen auch in der neuen Förderperiode von 2021 bis 2027 das Programm zur Unterstützung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit fortsetzen und Mittel der Europäischen Union und nationale Beiträge für die weitere Entwicklung des gemeinsamen Grenzraums einsetzen. Dazu unterzeichneten der Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, Dr. Frank Pfeil, und der tschechische Vizeminister für Regionalentwicklung, Zdeněk Semorád, am 14. November in Dresden eine gemeinsame Erklärung.
Die Programmpartner sprachen sich dafür aus, dass es weiterhin ein eigenständiges sächsisch-tschechisches Kooperationsprogramm geben soll. In den letzten Monaten waren Pläne der Europäischen Kommission bekannt geworden, bestehende Programme an den Grenzen zwischen zwei EU-Mitgliedstaaten künftig zusammenzufassen. Sachsen und Tschechien werden sich gegenüber der Kommission dafür einsetzen, dass das bisherige Programmgebiet erhalten bleibt und nicht mit dem bayerisch-tschechischen Gebiet zusammengefasst wird.
Darüber hinaus ist Sachsen bestrebt, das Programmgebiet auf deutscher Seite so wie heute zu erhalten. Nach den im Mai 2018 vorgelegten Verordnungsentwürfen der Kommission könnten nur noch diejenigen Landkreise einbezogen werden, die direkt an der Grenze zu Tschechien liegen. Damit würden Dresden, Chemnitz, der Landkreis Zwickau und die Thüringer Landkreise Greiz und Saale-Orla aus der Gebietskulisse herausfallen. (Bildquelle: KJ-Archiv)
Bild zur Nachricht

13.11.2018
Neue deutsch-tschechische Ausstellung
(DTPA/MT) USTI NAD LABEM: Im Museum der tschechischen Stadt Ústí nad Labem wird zwischen dem 14. November und dem 13. Januar eine neue deutsch-tschechische Ausstellung namens "Aufbruch und Protest" vorgestellt. Sechzehn großformatige Ausstellungstafeln vermitteln die Geschichte und Geschichten des Jahres 1968, und zwar in Prag, Berlin, Leipzig und Dresden.
"Prag und die Tschechoslowakei waren durch das Revolutionsjahr 1968 stark betroffen. In Deutschland hat man daneben auch immer Frankreich im Sinn, wenn es um das Thema 1968 geht. Es sollte aber nicht vergessen werden, dass der Prager Frühling und seine Niederschlagung auch für die ostdeutsche Öffentlichkeit prägend war, " erklärt Angelika Ridder, Leiterin des Goethe-Instituts in Tschechien.
Die Ausstellung ‚Aufbruch und Protest‘ entstand unter Zusammenarbeit der Sächsischen Akademie der Künste und des Goethe-Instituts. Sie erinnert an das 50. Jubiläum des Jahres 1968 und beleuchtet den Wunsch nach Veränderung – politisch wie kulturell. Nach dem Vorbild des Prager Frühlings entstand in der DDR ein Aufbegehren für mehr individuelle Freiheit und Mitgestaltung am Sozialismus.
Mit Bild und Wort berichtet die Ausstellung nicht nur über den Einmarsch des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei, sondern zeigt auch die Solidarität der (ost)deutschen Öffentlichkeit und des Untergrunds. Nach dem August 1968 waren Schriftzüge wie "Es lebe Dubček" keine Ausnahme an den ostdeutschen Mauern. Ebenfalls gezeigt wird die Geschichte der Beat-Szene im Dresden der 1960er-Jahre oder auch die Geschichte der aus politischen Gründen im Mai 1968 gesprengten Paulinenkirche in Leipzig.
"Ich freue mich sehr, dass wir in an das Jubiläumsjahr mit der Ausstellung Aufbruch und Protest, die die Ereignisse des Jahres 1968 aus der deutschen Perspektive zeigt, erinnern können. Bewohner unserer Region haben ja mit dem ostdeutschen Regime eine unmittelbare Erfahrung gemacht und nun können sie erfahren, wie die Öffentlichkeit in der DDR die Besatzung der Tschechoslowakei im August 1968 wahrgenommen hat. Und ich finde wunderbar, dass gerade Ústí nad Labem die erste tschechische Stadt ist, in der diese Ausstellung vorgestellt wird," erklärt Petr Koura, Direktor des Collegium Bohemicums.

Bild: Aus der Ausstellung Aufbruch und Protest. Sprengung der gotischen Paulinenkirche in Leipzig, Mai 1968. (Quelle: Ausstellung/Karin Wieckhorst)
Bild zur Nachricht
 
Copyright © 1999,2000 by KabelJournal GmbH Beierfeld. Alle Rechte vorbehalten.
Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden!