06.02.2018
Deutsch-tschechischer Außenhandel bricht Rekord
(DTPA/SvS) PRAG (PRAHA): Das Handelsvolumen zwischen Tschechien und Deutschland kletterte 2017 auf den Rekordwert von 2,35 Billionen Kronen und stieg im Jahresvergleich um 6,3 Prozent. Deutschland beteiligte sich am gesamten tschechischen Außenhandel mit fast 30 Prozent und bestätigte sich somit als der wichtigste Handelspartner Tschechiens. "Der Handel zwischen beiden Ländern ist in Hochform. Auch das Beenden der Währungsintervention hat ihn nicht aus der Bahn geworfen. Bis auf die Krisenjahre 2008 und 2009 steigt das Handelsvolumen kontinuierlich. Seit 1993, dem Gründungsjahr der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer, hat sich das jährliche Volumen fast verzehnfacht", kommentiert DTIHK-Geschäftsführer Bernard Bauer die heute vom Tschechischen Statistikamt veröffentlichten Zahlen, und warnt: "Eine Bremse für das weitere Wachstum drohen der Mangel an Fachkräften und die steigenden Arbeitskosten zu werden."

01.02.2018
Gegen den "Böhmischen Nebel"
(DTPA/SvS) DRESDEN / USTI NAD LABEM: Ein Team von Wissenschaftlern untersucht derzeit Belastungen durch sogenannten "Böhmischen Nebel" im EU-geförderten Projekt OdCom. Der Forschungsverbund Public Health Sachsen der TU Dresden stellt die im betroffenen Gebiet lebende Bevölkerung in den Mittelpunkt der Analysen. Neben rein statistischen Auswertungen von Sekundärdaten wie beispielsweise Krankenhausstatistiken oder Krankheitsdiagnosen, sollen Daten erhoben werden, die hierüber hinausgehen. So wollen die Forscher direkt von der Bevölkerung erfahren, wie stark sie belastet ist und Beschwerden erfassen, welche nicht aus ärztlichen Diagnosen ablesbar sind. Aus diesem Grund werden in den kommenden Wochen zwei repräsentative Bevölkerungsbefragungen durchgeführt, um die Lage vor Ort zu erfassen. Schon seit dem 29. Januar 2018 werden zufällig ausgewählte Personen im Erzgebirge angerufen und zur Thematik befragt. Das Untersuchungsgebiet umfasst Gemeinden zwischen Oberwiesenthal und Neuhausen. Außerdem werden in den nächsten Wochen zufällige Personen per Post darum gebeten, sich an der Studie zu beteiligen. Die Befragungen werden in Kooperation mit dem Gesundheitsinstitut Usti nad Labem durchgeführt. Die tschechischen Projektpartner führen dieselben Umfragen in Böhmen durch, sodass die Belastungen auf beiden Seiten der Grenze erfasst werden können.
Im Erzgebirge treten immer wieder großräumige Geruchsbelastungen auf, deren Ursache in den Industrieanlagen auf der tschechischen Seite der Grenze vermutet wird und die unter Bezeichnungen wie "Böhmischer Nebel" oder "Böhmische Luft" bekannt sind. Im Verdacht steht u.a. die Industrieanlage in Litvinov. (Foto: AHZ / CC BY-SA 1.0)
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15.01.2018
Grenzüberschreitende Vermisstensuche
(DTPA/MT) OBERWIESENTHAL: Am Sonntag (14.01.), gegen 17:30 Uhr, wurde die Polizei von der Bergwacht Oberwiesenthal über eine vermisste Seniorin (76) informiert, welche einer Reisegruppe angehörte. Diese Reisegruppe war vormittags in Oberwiesenthal angekommen, um zu einer Wanderung in die böhmische Stadt Boží Dar aufzubrechen. Während alle Beteiligten gegen 16 Uhr am vereinbarten Treffpunkt in Boží Dar erschienen, war die 76-Jährige verschwunden. Auch am Ausgangspunkt der Wanderung in Oberwiesenthal war die Frau nicht anzutreffen, weswegen die Reiseleitung die Bergwacht alarmierte.
15 Einsatzkräfte der Oberwiesenthaler Bergwacht, 23 Helfer der Bergwacht Boží Dar, fünf Polizisten der Polizeidirektion Chemnitz, fünf Bundespolizisten, acht Beamte mit einem Fährtensuchhund des tschechischen Polizeistandortes Jáchymov sowie drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Oberwiesenthal beteiligten sich an der Vermisstensuche. Teils wurde unwegsames, verschneites Gelände auf deutscher und tschechischer Seite mit Schneemobilen und Quads abgesucht. Anhaltspunkte zum Verbleib der Seniorin konnte jedoch kein Suchtrupp erlangen.
Gegen 21:45 Uhr wurde das zuständige Polizeirevier in Annaberg-Buchholz vom Regionalverkehr Erzgebirge darüber verständigt, dass gegen 17:45 Uhr eine Frau, auf welche die Beschreibung der Vermissten zutraf, mit einem Bus von Oberwiesenthal bis zum Chemnitzer Hauptbahnhof gefahren sei. Aufgrund der vorliegenden Informationen wurden die Suchmaßnahmen nach der 76-Jährigen zurückgefahren. Kurz nach 23 Uhr erreichte die Einsatzleitung schließlich die Meldung, dass Beamte der Polizeidirektion Zwickau die Frau wohlbehalten an ihrer Wohnanschrift im Landkreis Zwickau angetroffen hatten.
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14.12.2017
Gemeinsame Kontrolle an Grenze
(DTPA/MT) BAD BRAMBACH: In Bad Brambach haben am Mittwoch (13.12.) tschechische und deutsche Polizisten sowie deutsche Zöllner beiderseits der Grenze in den Bereichen Schönberg und Ebmath Kontrollen des Verkehrs jeweils in Richtung Inland durchgeführt. Dabei standen die Fahrtüchtigkeit der Kraftfahrer, Verstöße gegen betäubungsmittel-, sprengstoff-, waffen-, versicherungs- oder zollrechtliche Vorschriften oder die Fahndungskontrolle im Fokus der Kontrolleure.
Innerhalb der vierstündigen Kontrolle wurden insgesamt 26 Fahrzeuge und 53 Personen kontrolliert. Im Endergebnis bleibt ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz festzustellen. Ein deutscher Pkw-Fahrer hatte bei der Einreise aus Tschechien 4 Gramm Crystal bei sich.
Vergleichbare Kontrollen finden seit knapp drei Jahren regelmäßig statt. (Bildquelle: Polizei)
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11.12.2017
Gemeinsamer Weltkulturerbe-Antrag
(DTPA/MT) DRESDEN: Sachsen und Tschechien bewerben sich gemeinsam für das Weltkulturerbe "Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří". Sachsens Innenminister Markus Ulbig (r.) und der Kulturminister der Tschechischen Republik, Daniel Herman, haben am 11. Dezember gemeinsam den grenzübergreifenden Antrag auf Aufnahme in die Welterbeliste unterzeichnet.
Der Antrag setzt sich nun aus 22 Bestandteilen zusammen: 17 auf deutscher und fünf auf tschechischer Seite. Die ausgewählten Bestandteile repräsentieren jetzt in ihrer Gesamtheit die wichtigsten Bergbaugebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus.
Das Antragsdossier umfasst drei Bände von insgesamt 782 Seiten: den eigentlichen Antrag, den Managementplan und einen umfangreichen Kartenband. Nach der Signierung wird es über das Sekretariat der Kultusministerkonferenz, dem Auswärtigen Amt und der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland dem Welterbezentrum der UNESCO zugeleitet. Im Sommer 2018 findet die Evaluierung des Antrages durch ICOMOS International, das Beratungsorgan der UNESCO für die Bewertung von Kulturerbe-Nominierungen, statt. Bis Ende Februar 2019 besteht die Möglichkeit auf Rückfragen durch ICOMOS International zu reagieren und erforderliche zusätzliche Informationen einzureichen. Im Sommer 2019 entscheidet das Welterbekomitee dann auf seiner 43. Sitzung über den Welterbeantrag auf Basis der durch ICOMOS International ausgesprochenen Empfehlung. (Bildquelle: SMI)
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